Farrell erinnert sich: "Ich war drauf und dran zu sterben"

Colin Farrell sprach in einer BBC-Talk-Show zum ersten Mal offen über seinen Entzug, und was ihn dazu bewegte, sich helfen zu lassen.

Der irische Schauspieler verriet, dass er sich 2005, nach Beendigung der Dreharbeiten zu Miami Vice, freiwillig in einen fünf- bis sechswöchigen Entzug begab und gestand: „Ich konnte einfach nicht mehr.“

“Ich war ziemlich krank”, erzählte er und bezeichnete den Ausnüchterungsprozess als „einen Alptraum.“

"Ich begann aus dem Nebel, in dem ich mich befand und hinter dem ich mich so tief verborgen hatte, herauszutreten. Im Grunde genommen hatte ich getrunken und Drogen konsumiert seit ich 14 war. Ich war 16 Jahre lang ziemlich betrunken und high. Am Anfang des Entzugs fand ich es ganz schön hart, aber ich war drauf und dran zu sterben. Ich hatte echtes Glück."

Der 32-Jährige erzählte außerdem, dass er zwar fähig gewesen sei, seine Arbeit trotz Drogen fortzusetzen, es ihm aber sehr schwer gefallen sei, den Anschein von Professionalität zu wahren.

“Ich musste mich schwer zusammenzureißen“, sagte er. „Ich verbrauchte den Großteil meiner Energie darauf, einen kompletten Zusammenbruch vor Al Pacino zu vermeiden.“

Farrell und Pacino arbeiteten 2003 in Der Einsatz zusammen.

“Aus Verzweiflung tut man unglaubliche Dinge um zu überleben…Ich hatte mir mein eigenes Umfeld geschaffen, einen eigenen Lebensstil, der nach Außen hin unglaublich gesellig und temperamentvoll wirkte.“

Farell betonte, dass er die volle Verantwortung für sein Problem übernehme und seine Vorliebe für Alkohol nicht auf eine genetische Veranlagung schieben wolle.

“Ich glaube nicht, dass ich von Natur aus zu Depressionen neige. Ich will’s mal so sagen:  Ich litt jahrelang an einer Gemütskrankheit, der ich nachgegeben habe“, sagte er. „Man kann sich sehr lebendig fühlen, wenn man leidet.“

Diesem Gefühl jagt er allerdings nicht länger hinterher.

 „Ich bin froh aus diesem Teufelskreis ausgebrochen zu sein. Ich hatte echtes Glück."

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