Naveen Andrews zum Ende von Lost und mehr

Naveen Andrews, Lost ABC

Na, das ist doch wie Weihnachten - umso mehr, wenn Sie wie wir ein „Naveen Andrews Interview” auf Ihrem Wunschzettel hatten.

Wie Ihnen vielleicht bekannt ist, war Naveen in den letzten Jahren nicht gerade sehr aufgeschlossen der Presse gegenüber. Jedoch hat der Mann, der in Lost Sayid Jarrah spielt und den wir so gerne mögen (und so unglaublich anziehend finden) sich während des Monte Carlo TV Fests mal ganz großzügig die Zeit genommen, um über eine bestimmte kleine Insel zu reden, mit der er sich in den letzten vier Staffeln rumgeschlagen hat.

Hier das Interview…

Naveen Andrews, Jorge Garcia AP Photo/Lionel Cironneau

Was denken Sie über die Tatsache, dass die Serie bereits ein Enddatum hat?

Ich bin erleichtert, ganz ehrlich. Ich glaube, dass man nur so die Qualität aufrechterhalten kann - die wir ja seit der ersten Staffel haben - und wir hoffen, dass wir das auch mit Staffel vier erfüllen konnten.

Was ist Ihre Theorie zum Ende der Serie?

Wie auch immer die Serie enden wird, ich hoffe einfach nur, dass all die Dinge, die da so in den Raum gestellt wurden - vom Polarbär bis zur Unendlichkeit - dass all diese Dinge zu einem schlüssigen Ganzen zusammengefügt werden, das Sinn macht und das die Zuschauer zufrieden stellt.

Was machen Sie in zwei Jahren, wenn die Serie zu einem Ende kommt?

Das kommt darauf an, was mir an guter Arbeit angeboten wird, egal ob im Film oder Fernsehen. Für was auch immer es gute Drehbücher gibt.

Sayid hat sich im Staffelfinale ein paar echt heftige Kampfszenen mit Keamy geliefert. Hatte er diese Moves schon immer drauf oder hat er einfach viel dazugelernt?

Ich denke mal, dass er das schon immer konnte. Immerhin ist sein Background ja das Militär und er war Mitglied der Republikanischen Garde, was ja, soweit ich weiß, eine Eliteeinheit ist.

Wie haben Sie sich auf eine Figur vorbereitet, die zwar nach außen hin ruhig und friedlich wirkt, die aber als ehemaliger Folterknecht auch eine sehr dunkle Seite hat?

Zum einen bedeutet das, jede Menge Nachforschungen zu betreiben. Man recherchiert, wie es ist, im Militär zu sein, einen bestimmten Glauben zu haben, aus diesem Land zu stammen. Jedoch ist es beim Fernsehen so - im Speziellen mit einer Serie wie dieser -  dass man einfach aufgeschlossen sein muss, was einem da so unterbreitet wird. Es kann sein, dass die Motivation, die einer Figur zugrunde liegt, sich plötzlich um 180 Grad drehen kann. Wenn man dann als Schauspieler zu festgefahren ist, hilft das nicht.

Welche Figur hätten Sie gerne außer Sayid gespielt?

Ich dachte immer, Locke wäre ziemlich cool. Mir gefällt diese Figur, aber vielleicht bin ich zu... vielleicht hätte ich mir dafür den Kopf rasieren müssen und müsste etwas älter sein.

Steve Jones, ein ehemaliges Mitglied der Sex Pistols, ging mit Ihnen zu Ihren ersten AA-Meeting. Wie haben Sie ihn kennengelernt?

Ich traf ihn auf einer Dinner-Party in L.A., und ich war total schockiert, dass es da jemanden gab, der in dieser Band war und nicht komplett im Drogenkonsum versackt war. Das fand ich wirklich faszinierend und ich dachte mir: "Wenn er das schafft, habe ich vielleicht auch eine Chance."

- Berichterstattung von Bryan Reesman

 

 

 

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