Nick Hogan, der in Einzelhaft ist, reicht Klage ein
Jean Baptiste Lacroix/WireImage.com
Nick Hogan will keine Sonderbehandlung von Floridas Pinellas County Sheriff's Department. Außer, wenn er sie beantragt.
Der Sohn von Hulk Hogan, der derzeit eine achtmonatige Strafe wegen rücksichtlosen Fahrens absitzt, die aus einem Unfall herrührt, bei dem ein Freund sich schwere Verletzungen zuzog, hat nun eine Zivilklage eingereicht. Der Grund dafür ist die Freigabe seiner privaten Telefonate von Seiten der Behörden.
Die Nachricht von der Klage traf am gleichen Tag ein, als der Antrag von Hogans Spross, aus der Einzelhaft entlassen zu werden, weil diese ihm "unerträgliche Angstzustände“ verursache, abgelehnt wurde.
Die Beamten sagten, dass der 17-Jährige, dessen bürgerlicher Name Nick Bollea ist, von den anderen Gefangenen getrennt wurde, weil er noch minderjährig ist (bis zum 27. Juli) und das, obwohl sein Fall nicht vor einem Jugendgericht verhandelt wurde.
Man sollte doch glauben, dass er froh ist, alleine zu sein, wo er doch anscheinend seine Privatsphäre so schätzt.
Bolleas Anwälte haben gegen das Büro des Sheriffs eine Zivilklage eingereicht, mit der Begründung, dass man seine Privatsphäre verletzt habe, nachdem die Behörde mehrere Telefongespräche, die er mit beiden Elternteilen geführt hatte, freigegeben hat.
Die Sprecherin des Pinellas County Sheriffs Marianne Pasha erzählte E! News, dass die Familie mehrfach davor gewarnt worden sei, dass man die Anrufe aufzeichnen würde.
"Während der Telefonate gibt es eine Ansage, die den Anrufer daran erinnert, dass der Anruf aufgezeichnet wird", sagte sie. "Alle Anrufe aus dem Gefängnis werden vom Empfänger bezahlt und die Beteiligten werden darüber informiert, dass diese Anrufe aufgezeichnet werden."
Jedoch steht es den Bolleas frei, dies zu beklagen.
"Wir können zu diesem Fall keinen Kommentar abgeben, da dies nun zu einem Klagefall geworden ist", so Pasha. "Und während diese Klage am Laufen ist, können wir auch keine weiteren Anrufe mehr freigeben."
Bolleas Anwälte behaupten desweiteren, dass das Sheriff's Department einer News-Filmcrew das Filmen eines Besuchs seiner Familie gegen den Willen Bolleas erlaubt hätte. Seine Anwälte argumentieren, dass alle diese Gespräche der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht werden dürften.
"Es ist traurig, dass wir nun gezwungen sind, gegen das Büro des Sheriffs eine Klage anzustreben, um damit zu erreichen, dass dem Gesetz folge geleistet wird und man die Privatsphäre eines Minderjährigen und dessen Familie respektiert", so der Anwalt David Houston. "Man sollte eigentlich davon ausgehen, dass eine Behörde ohne richterliche Anordnung versteht, dass man Privatgespräche, die Nick mit seiner Familie führt, nicht der Öffentlichkeit präsentiert."
Der Anwalt Morris "Sandy" Weinberg stimmt zu und fügt noch hinzu, dass "Nick nur darum bittet, genauso behandelt zu werden, wie alle anderen Insassen des Pinellas County Jails. Stattdessen hat das Büro des Sheriffs ihn bloßgestellt, indem man persönliche Gespräche der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und Besuche von den Medien dokumentieren ließ."
In den Aufzeichnungen beschwert sich Bollea über die Größe seiner Zelle und bezeichnet Freund John Graziano, der sich aufgrund des Unfalls immer noch in kritischem Zustand befindet, als eine "negative Person". Desweiteren bittet er seinen Vater darum, für ihn einen Deal auszuhandeln, so dass er eine Reality-Show machen kann, wenn er aus dem Gefängnis entlassen wird.

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