Slumdog-Kids verärgern ihre Millionäre
AP Photo/Kin Cheung
Sind Slumdog Millionärs jüngste Stars zu cool für die Schule?
Die Wohltäter, die nach dem Erfolg des Films einen Fonds für die Kinder Azharuddin Mohammed Ismail und Rubina Ali eingerichtet haben, um ihnen ein besseres Leben zu bieten, sagten am Donnerstag, dass die Kinder zu oft die Schule geschwänzt haben und dadurch ihre finanzielle Unterstützung verlieren könnten.
Den Bestimmungen des Jai Ho Trusts zufolge, der von dem oscargekrönten Regisseur Danny Boyle und dem Produzenten Christian Colson ins Leben gerufen wurde, müssen Rubina, 9, und Azharuddin, 11, mindestens 70 Prozent des Schuljahres anwesend sein. Sie erhalten monatliche Stipendien in Höhe von $120 und sollen mit dem Beginn ihres 18. Lebensjahrs noch höhere Summen bekommen.
Im Moment liegt Rubinas Anwesenheit jedoch gerade mal bei 27 Prozent und Azharuddins bei 37 Prozent.
Das sei Boyle und Colson zufolge, die den Ismails im Juli auch zu einem $50.000-Haus verhalfen, jedoch nicht ausreichend.
Die Kinder sollen während des Schuljahrs angeblich Reisen nach Paris und diversen Orten in Indien unternommen haben und zu viel Zeit damit verbringen, Geld mit Werbeverträgen, TV-Auftritten und Ähnlichem zu machen.
Mhm... normalerweise unterstehen die 9- und 11-Jährigen dafür doch der Aufsicht eines Erwachsenen, oder?
Die Eltern der Kinder haben deren Abwesenheit mit einer Reihe von misslichen Umständen erklärt, darunter der Tod von Azharuddins Vater im Juni und die Zerstörung von Rubinas Hütte, versprachen aber, in Zukunft mehr darauf zu achten, dass sie in die Schule gehen.
„Das ist bedauernswert“, sagte der Treuhänder Noshir Dadrawala der Times gegenüber.
Reisen seien in Ordnung, sagte er, „aber man kann doch am Wochenende verreisen, statt während der Schulzeit.“
„Wir haben beiden Familien nahe gelegt, ihre Verpflichtung einzuhalten und sicherzustellen, dass die Schule regelmäßig besucht wird“, sagten Colson und Boyle in einer Presseerklärung.
„Wir nahmen an, dass die langfristigen Vorteile für ihre Kinder genug Anreiz für die Eltern sind. Da haben wir uns wohl geirrt.“
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