Michael-Jackson-Film schon bald im Kino

Michael Jackson Kevin Mazur/AEG via Getty Images

Der King of Pop wird nun zum Filmstar.

Der Richter, der für die Anhörung im Falle von Michael Jacksons Nachlass zuständig ist, hatte die Gelegenheit, Studioboss zu spielen. Er gab grünes Licht für This Is It, ein Projekt, bei dem Columbia Pictures Archivmaterial von AEG, das die Comeback-Proben des Stars (und seine letzten Tage) zeigt, in einen Film in Spielfilmlänge packt.

Der Film, den Columbia bereits am 30. Oktober auf den US-Markt bringen will, wurde nach "sehr nachdrücklichen" Verhandlungen genehmigt.

Katherine Jackson und die Anwälte John McClain und John Branca, die den Nachlass verwalten, einigten sich auf diesen Deal am vergangenen Freitag. Laut den Vertragsbedingungen wird Columbia $60 Millionen für die Rechte berappen.

AEG versprach, dass 90 Prozent des Gewinns dem Nachlass von Jackson zufließen würden.

This Is It beinhaltet Jacksons letzte Proben für die geplanten Konzerte in London und Material von hinter den Kulissen. Alles wird in High-Def, manches in 3-D zu sehen sein.

Zusätzlich wird es eine Retrospektive in Michaels Leben und seine Karriere geben sowie Interviews mit Freunden und Kollegen (laut der Presseerklärung jedoch keine von der Familie, es sei denn, sie fällt in die zweite Kategorie).

Seine Fans brauchen sich nicht zu sorgen, dass der Film Michael in den Dreck ziehen könnte. Branca sagte, dass der Film "Michaels Hinterlassenschaft mit Respekt und Würde" behandeln würde.

Kenny Ortega, der Regisseur von High School Musical und der künstlerische Leiter und Choreograf der This is It-Konzerte, hat ebenfalls hohe Erwartungen in Bezug auf den Film.

"Er wird Michael als einen der größten Unterhalter des Showgeschäfts und einen der kreativsten Köpfe der Branche zeigen... Ich denke, dass das Material klar zeigen wird, dass Michael die Proben wahrlich genoss und dass es offensichtlich war, dass er einen weiteren Triumph feiern würde."

In der Anhörung ging es jedoch nicht nur um diesen Film. Hier eine Zusammenfassung der Highlights:

• Richter Beckloff gab bekannt, dass er einen Vormund bestellen würde, der die finanziellen Interessen von Paris, Prince Michael und Blanket in allen Nachlassfragen vertreten wird. Dieser Vormund soll bei der nächsten Anhörung benannt werden, die in einer Woche stattfinden wird.

• Gerichtsdokumente bestätigen, dass die Nachlassverwalter die Bevollmächtigung erhielten, im Namen des Nachlasses Buchrechte auszuhandeln, einschließlich eines Neudrucks von Jacksons autobiografischem Werk Moonwalk. Des Weiteren sind sie auch bevollmächtigt, Handelsware zu genehmigen, wie zum Beispiel Kalender für 2010, Sammlermünzen, Poster, Schulbedarf mit Jackson-Abbildern und ein Vertriebsdeal für Jermaine Jacksons emotionale Performance von "Smile", dem Song, den er bei der öffentlichen Gedenkfeier für seinen Bruder sang.

• Billie Jean Jackson, die Frau, die seit langem behauptet, die biologische Mutter von Blanket zu sein, erschien ohne Anwalt zu der Anhörung. Nachdem sie zu Protokoll gegeben hatte, dass sie die Mutter des jüngsten Jackson-Kinds sei, forderte sie, dass man sämtliche Nachlassanhörungen einstelle. Der Richter teilte ihr daraufhin mit, dass sämtliche Anträge dem Gericht formell zugestellt werden müssen. Daraufhin verließ sie die Anhörung.

• Auch Claire Elisabeth Fields "Cruise" erschien zur Anhörung (wie zuvor angedroht)… zumindest erschien sie vor dem Gerichtsgebäude, um eine der schrägsten Pressekonferenzen aller Zeiten zu geben. Sie behauptete nicht nur, die biologische Mutter aller drei Kinder zu sein, sie behauptete auch, dass sie und Jackson die biologischen Eltern von Connor Cruise seien. Sie behauptete, dass Jackson den Jungen an Tom Cruise und Nicole Kidman "wegen seiner Hautfarbe" übergeben habe. Anscheinend haben ihr die Stimmen, die ihr solche mentalen Eingebungen übermittelten, vergessen, sie zu warnen: Cruise' Anwälte sind absolut erbarmungslos, wenn es um solche Anschuldigungen geht.

—Zusätzliche Berichterstattung von Claudia Rosenbaum

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