Jacksons Arzt hat ihm das tödliche Medikament doch verabreicht

Dr. Conrad Robert Murray, Michael Jackson AP Photo/Houston Chronicle, Pool Photographer

Die Ermittlungen bezüglich Michael Jacksons Todesursache konzentrieren sich mehr und mehr auf Dr. Conrad Murray.

Ein Insider der Behörden bestätigte der Associated Press gegenüber, dass der Kardiologe dem King of Pop tatsächlich am 25. Juni eine Dosis des Anästhetikums Propofol verabreichte, das, wie man glaubt, für seinen Tod verantwortlich war.

Die Ermittlungen ergaben, dass Jackson das starke Anästhetikum, das Menschen in einen Koma-ähnlichen Schlaf versetzt, für zwei Jahre regelmäßig benutzte, um ihm mit seinen Schlafstörungen zu helfen.

Die Hypothese ist, dass Murray die letzte Dosis per Infusion irgendwann nach 0 Uhr in der Nacht zum 25. Juni verabreichte.

E! News hat bereits berichtet, dass während der zwei Autopsien an Jacksons Leichnam Einstichstellen am Nacken und an den Armen gefunden wurden und eine Quelle sagte, dass bei den toxikologischen Untersuchungen der Gerichtsmedizin Propofol im Blut des Pop-Stars gefunden wurde.

Bei einer Durchsuchung von Jacksons gemietetem Haus kurz nach dessen Tod, hatten Beamte Ampullen des Medikaments, das unter dem Markennamen Diprivan vertrieben wird, gefunden.

Murrays Anwalt Edward Chernoff wollte keinen Kommentar "zu Gerüchten, Unterstellungen oder Äußerungen von unbekannten Quellen“ abgeben, er hatte jedoch zuvor E! News mitgeteilt, dass sein Mandant Jackson keinerlei Propofol verschrieben oder verabreicht hätte und auch kein anderweitiges Medikament, dass den Superstar hätte töten können.

Letzte Woche hatten die Behörden Murrays Praxis in Houston durchsucht, sowie einen Lagerraum, den der Arzt angemietet hatte. Dabei wurde eine Reihe von Gegenständen beschlagnahmt, unter anderem eine Computer-Festplatte und Medikamente, die zur Appetitzügelung eingesetzt werden, sowie ein Präparat, das zur Muskelentspannung verwendet wird, jedoch kein Propofol.

Der Sprecher der Gerichtsmedizin, Capt. John Kades, erzählte E! News am Montag, dass "noch nichts abgeschlossen sei”, in Bezug auf die Frage, wann die Autopsie-Ergebnisse veröffentlicht würden.

"Fakt ist, dass er am 25. Juni verstarb und dass wir damals von einem Ermittlungszeitraum von vier bis sechs Wochen ausgingen, um die Todesursache festzulegen und wir befinden uns immer noch in diesem Zeitrahmen. Wir kommen dem Ergebnis mit jedem Tag ein bisschen näher."

- Zusätzliche Berichterstattung von Art Harris

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