Jackson hatte Schlafanzugpartys mit seinen Kindern

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Michael Jackson war schon immer außergewöhnlich. Aber nach seinem Tod zeigt sich ein detaillierteres Bild seines exzentrischen Verhaltens und seiner ungewöhnlichen - wenn auch spielerischen - Erziehungsmaßnahmen.

In einem exklusiven Interview mit E! News erzählte Jack Wishna, ein Unternehmer aus Las Vegas, der 2006 und 2007 versucht hatte eine Reihe Comeback-Konzerte mit dem verstorbenen King of Pop zu organisieren, von seiner Erfahrung mit Jackson, den er als einen in den letzen Jahren seines Lebens "depressiven und geschwächten" Mann beschrieb, der aber dennoch ein toller Vater war.

Zu den größten Enthüllungen gehört folgendes: Wishna erzählte vom Hang der Musiklegende zu Schlafanzugpartys mit seinen drei Kindern in seiner Villa in Las Vegas, die Wishna für sie organisiert hatte.

Wishna, der Präsident und Vorstandsvorsitzende von CPAmerica Inc., lernte Jackson 2001 kennen, begann aber erst mit einem Austausch über eine Reihe von Konzerten des „Thriller“-Sängers in Las Vegas, nachdem dieser aus dem Ausland zurückgekehrt war, wo er sich nach dem Freispruch wegen sexuellen Missbrauchs aufgehalten hatte.

Wishna erzählte E! News, dass er Jackson im Dezember 2006 eine traumhafte 1.500 Quadratmeter (laut Grundstücksunterlagen) große Villa besorgt hätte, die dieser als völligen Schweinestall hinterließ, als er auszog. Seinen ersten Besuch im Haus der Jacksons beschreibt der Promoter, wie es zu erwarten war.

"Ich suchte im Haus nach ihm. Ich ging ins Schlafzimmer und da war keine Matratze auf dem Bett. Ich ging in ein anderes Schlafzimmer, und da war auch keine Matratze auf dem Bett. Schließlich öffnete ich die Tür zu einem Zimmer, das eigentlich hätte leer sein sollen und da lagen alle Matratzen auf dem Boden, damit Michael mit den drei Kindern in einem Zimmer schlafen konnte", sagte Wishna.

Daraufhin betonte Wishna schnell, dass er den Eindruck hatte, dass es sich bei der Bettenanordnung um etwas völlig Unschuldiges gehandelt habe.

"Sie können spielen. Sie können umherspringen. So ist Michael", sagte er weiter. "Er fühlte sich in so chaotischen Umgebungen sehr wohl."

Wishna betonte beharrlich, dass Jackson sein Bestes gab, ein guter Vater zu sein.

"Er war ein wunderbarer Vater. Er hat sie mehr als alles und jeden auf der Welt geliebt", merkte der Promoter an. "Andererseits glich er selbst auch so sehr einem Kind."

Offensichtlich glich er so sehr einem Kind, dass der Superstar nie gelernt hat, seine Sachen wegzuräumen.

"Am Tag seines Auszugs stand der Weihnachtsbaum noch (sieben Monate später)", sagte Wishna. "Es war ein einziges Durcheinander."

Vielleicht war sein entspannter Erziehungsstil seine Art, gegen die Strenge zu rebellieren, mit der er von seinem Vater Joe Jackson aufgezogen wurde.

Apropos Vater, Wishna gab an, wie oft er Zeuge dabei wurde, dass Jackson versuchte, seinen Vater fernzuhalten. Er erinnerte sich an einen Vorfall, als Joe Wishna Anfang des Jahres 2007 anrief und ihn anflehte, Michael dazu zu bringen, seine Mutter anzurufen. Ein anderes Mal kam der Vater Jackson zum Haus seines Sohnes in Vegas, wo er dann neuneinhalb Stunden vor dem Tor wartete.

"Joe ging, ohne ihn gesehen zu haben... Ich glaube, dass Michael von frühester Kindheit an schrecklich gelitten hat", sagte er.

Jackson beendete schließlich das Vegas-Projekt mit Wishna und entschied sich für eine Zusammenarbeit mit AEG Live für eine Reihe von 50 Konzerten in der O2 Arena in London, für die die Proben liefen und für die er, wie sein ehemaliger Geschäftskollege verlauten ließ, völlig unvorbereitet war - was zu seinem Tod am 25. Juni geführt haben könnte.

Als Wishna die schlimme Nachricht erfuhr, war sein erster Gedanke, wie er zugab, dass Michael endlich "Frieden gefunden hat".

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