Madonna: Gericht verweigert zweite Adoption
AP Photo/Tsvangirayi Mukwazhi, BARM/ Fame Pictures
Wie es aussieht, ist Madonnas zweiter Adoptionsversuch fehlgeschlagen.
Trotz der Unterstützung der Regierung und Zusicherung ihres Anwalts, dass die Sache so gut wie unter Dach und Fach sei, verweigerte ein Gericht in Malawi den Antrag der Material Mom, ein zweites Kind aus dem afrikanischen Staat zu adoptieren. Der Grund war eine Formalität - Madonna hatte die Wohnsitzbestimmungen nicht erfüllt.
Der BBC zufolge hat eine malawische Richterin den Antrag Madonnas, das Sorgerecht für das dreijährige Waisenkind Chifundo "Mercy" James zu übernehmen, abgelehnt, weil es gesetzlich vorgeschrieben ist, dass ein zukünftiges Elternteil vor einer Adoption mindestens 18 bis 24 Monate in dem Land residieren muss.
„Ich sehe mich gezwungen, Madonnas Antrag abzulehnen“, sagte Richterin Esme Chombo in dem Urteil, das nach einer Verhandlung hinter verschlossenen Türen am Freitag ausgesprochen wurde.
Offenbar hatte sich Chombo in ihrer Entscheidung genauestens an die Gesetzgebung gehalten - ein Gesetz, das 2006 umgangen wurde, als Madonna und ihr damaliger Gatte Guy Ritchie den inzwischen dreijährigen David Banda inmitten einer Kontroverse über Bevorzugung und Missachtung der Vorschriften adoptierten.
Kritiker äußerten vor dem heutigen Urteil ähnliche Bedenken.
Chombo wies darauf hin, dass die 50-jährige Entertainerin ihre Zeit meilenweit von Malawi entfernt zwischen ihren Residenzen in New York und London aufteile.
Die Richterin sagte, dass die Gesetze dem Schutz der Kinder dienten und eine Umgehung der bestehenden Regulierungen den Kinderhandel durch einige skrupellose Menschen begünstigen könnte.
Darüber hinaus argumentierte sie, dass Madonnas Unterstützung des Waisenhauses Mercy auch weiterhin zugute käme, da jene zurzeit dort wohne.
„Es ist offensichtlich, dass Chifundo James nicht mehr der Armut ihres Geburtsortes ausgesetzt ist", sagte die Richterin.
Madonna traf letzte Woche in Malawi ein, um „ihr" Waisenhaus zu besuchen, Zeit mit Mercy zu verbringen und um dem kleinen David seinen leiblichen Vater vorzustellen. Am Montag reichte sie den Adoptionsantrag ein, mit der Begründung, die Großmutter sei nicht in der Lage, angemessen für das Kind zu sorgen und dass sie das Sorgerecht beantrage, um dem Mädchen ein besseres Leben ohne „Mühsal und emotionales Trauma" zu bieten.
Die Sängerin, die während der Urteilsverkündung nicht anwesend war, hat durch ihren Anwalt Alan Chinula Reuters bereits Berufung gegen das Urteil eingelegt.

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